Wenn ich euch sagen würde, dass ich mich unheimlich freuen würde, euch alle in Ansbach auf meinem ersten eigenen Open Air am 21.Juli zu sehen, wäre ich für einige wieder nur das Marketing-Schwein, das nur an Kommerz und Profit denkt.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich mit meinem letzten Diaryeintrag lediglich aussagen wollte, dass mich kein, aber absolut KEIN einziger Fan in irgendeiner Weise stört – ganz im Gegenteil! -, sondern manchmal nur die fordernde Art, wie mit mir „umgegangen“ wird, dann würden manche sagen, ich sei plötzlich ein riesen Schleimer.
Wenn ich euch sagen würde, dass ihr immer davon ausgeht, dass eine CD von mir erscheint, ich aber de facto bis heute noch nicht einmal einen Vertrag habe, würde ich auf Unverständnis stossen.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich oftmals enttäuscht bin vom Umgangston meiner Fans untereinander, dann würden sich manche auf den Schlips getreten fühlen.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich hochprofessionell arbeite, alles aber immer extrem einfach aussiehen muss, würden sich manche einen müden Dreck darum scheren.
Wenn ich euch sagen würde, dass – egal was ich schreibe oder sage – nie von einer so großen Masse einheitlcih verstanden werden kann, würden das manche nicht kapieren.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich wie ein Tier arbeite, würden manche antworten: „das hättest du ja vorher wissen müssen!“
Wenn ich euch sagen würde, dass ich genau weiss, was ich möchte und wie ich meine Ziele erreichen will, würden es manche einfach nicht glauben.
Wenn ich sagen würde, dass ich meine – und somit auch eure Ziele, wenn es um mich geht – erreichen werde (und ihr bald davon erfahren werdet), würden sich manche totlachen.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich keine Angst habe, Fans zu verlieren – denn zum Glück sind wahre „Anhänger“ nicht sprunghaft – würden manche wiederum nur darüber lachen.
Wenn ich sagen würde, dass mir der kleine 11jährige Fan genauso wichtig ist, wie die reife, kultivierte 45jährige Musikexpertin, Mutter von 4 Kindern, würden mich manche für bescheuert halten.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich gerade für Ende August/Anfang September ein Konzert plane, wo ich meine erste Single vorstellen werde, würden manchen behaupten: „Nevio, you’re a dreamer!“
Wenn ich euch sagen würde, „Italien wird Weltmeister“, dann könnt ihr mir ruhig glauben!
Wenn ich euch sagen würde, dass ich mich besser fühle denn je, würde das mancheiner gar nicht verstehen.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich mich ab und zu nach etwas mehr Privatsphäre und Ruhe sehne, würde ich sofort als arrogant abgestempelt werden.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich jedes Mal, wenn ich nur kann, für meine Leute – nämlich ihr! – ununterbrochen da bin und wenn es darauf ankommt, auch mal 5 Stunden Autogramme zu verteilen, um jedem Einzelnen ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern, dann würde mir jeder, der mich nur annähernd kennengelernt hat und mich jemals in der Öffentlichkeit miterlebt hat, sofort recht geben.
Wenn ich euch sagen würde, dass ich jetzt ins Bett gehe, nachdem ich 20 Stunden auf den Beinen war zwischen einem Auftritt im Olympiastadion München und Aufnahmen im Tonstudio, würden manche verlangen, dass ich – anstatt ins Bett zu gehen – besser einen neuen Diaryeintrag verfassen soll.
Ich will und wollte euch eigentlich nur eines sagen:
Konzentriert euch auf das Wesentliche; Äußert euch kritisch oder lobend – egal wie! Aber bitte, tut das immer mit einem gewissen Stil, mit einem Selbstverständnis für den notwendigen Respekt und mit gewissen Grenzen, die auch euch – liebe und treue Fans – manchmal aufgezeigt werden müssen.
Ich für meinen Teil habe den Glauben an euch noch lange nicht verloren.
Nun seid ihr an der Reihe!
euer
NEVIO
